Blick auf eine Gemeinde – psychische Erste Hilfe für alle

Psychische Erste Hilfe – verankert in Ihrer Kommune

Was wäre, wenn jede:r Zehnte in Ihrer Gemeinde wüsste, wie man bei seelischer Not hilft? HSN macht das möglich – mit einem Konzept, das Schulen, Vereine, Betriebe und Verwaltung verbindet.

Warum psychische Erste Hilfe in die Kommune gehört

Psychische Krisen betreffen Menschen in jeder Gemeinde – aber die wenigsten wissen, wie sie helfen können. Die Lücke zwischen Bedarf und Versorgung ist groß:

70 %
der Menschen werden vor einem Suizid vom Gesundheitswesen nicht erreicht. Niedrigschwellige Hilfe aus dem eigenen Umfeld ist oft die einzige Brücke.
1.854
Suizide allein in Bayern im Jahr 2024. Hinter jeder Zahl stehen Angehörige, Kolleg:innen, Nachbar:innen – Ihre Bürger:innen.
2 Std.
Ein HSN-Ersthelfer:innen-Kurs dauert nur zwei Stunden – und gibt den Teilnehmenden Handlungssicherheit, die ein Leben lang bleibt.

Quellen: Statistisches Bundesamt / GBE-Bund 2025; Wache & Fiedler (2025), Suizide in Deutschland 2024; Deutsche Akademie für Suizidprävention

Die Vision: Ein Netz psychischer Ersthelfer:innen

HSN im Sozialraum bedeutet: Psychische Erste Hilfe wird nicht als Einzelmaßnahme gedacht, sondern als kommunale Infrastruktur. In Schulen, Vereinen, Betrieben, der Verwaltung und in Kirchengemeinden – überall dort, wo Menschen zusammenkommen.

„Wir möchten, dass psychische Erste Hilfe gesellschaftlich ebenso etabliert wird wie körperliche Erste Hilfe. HSN ist ein konkretes Werkzeug, um Nächstenliebe und Solidarität im Alltag zu leben.“

Pfarrer Roger Schmidt, Vorstandsmitglied Helfen in Seelischer Not

Ihre
Kommune
🏫 Schulen ⚽ Vereine 🏢 Betriebe 🏛️ Verwaltung ⛪️ Kirchengemeinden 👪 Nachbarschaft

Wenn 10 % Ihrer Bevölkerung geschult sind, entsteht ein Netz, das trägt: In der Familie, im Verein, am Arbeitsplatz, in der Schule – überall gibt es dann jemanden, der Anzeichen seelischer Not erkennt, ein Gespräch eröffnet und an professionelle Hilfe weitervermittelt.

So entsteht HSN in Ihrer Kommune

Von der ersten Idee bis zur nachhaltigen Verankerung – in drei Phasen:

1

Auftakt & Bewusstsein schaffen

Eine öffentliche Auftaktveranstaltung macht das Thema sichtbar. Bürger:innen erleben live, was psychische Erste Hilfe bedeutet – und nehmen direkt an einem Ersthelfer:innen-Kurs teil. In Bad Abbach kamen dafür rund 70 Teilnehmende.

2

Anleitende aus der Kommune ausbilden

Bürger:innen aus verschiedenen Bereichen – Schulsozialarbeit, Vereinsleben, Seelsorge, Verwaltung – werden in 2,5 Tagen zu HSN-Anleitenden ausgebildet. Sie können danach eigenständig Kurse in ihrem Umfeld anbieten. Das Wissen bleibt vor Ort.

3

Nachhaltige Verankerung

Die ausgebildeten Anleitenden bieten regelmäßig HSN-Kurse an – in Schulen, Vereinen, Betrieben, der Gemeindeverwaltung und Kirchengemeinden. So wächst das Netz der Ersthelfer:innen organisch und die Kommune trägt das Angebot selbst.

Bad Abbach macht’s vor

Die Marktgemeinde Bad Abbach startete im Januar 2026 die bayernweit erste großangelegte kommunale Initiative für psychische Erste Hilfe – gefördert von der Adolf und Erna Angrüner Stiftung.

~70
Teilnehmende bei der Auftaktveranstaltung
Vom Sportverein über den Helferkreis bis zum Kindergarten – Menschen aus allen Bereichen der Gemeinde nahmen am 19. Januar 2026 an den ersten HSN-Kursen teil.
10 %
der Bevölkerung als Ziel
Mittelfristig soll jede:r Zehnte in Bad Abbach als psychische:r Ersthelfer:in geschult sein – damit seelische Erste Hilfe in der Marktgemeinde selbstverständlich wird.
18
ausgebildete Anleitende
Lehrerinnen, ein Feuerwehrmann, Jugendleiter:innen und Vereinsmitglieder – 18 Bürger:innen bieten nun eigenständig HSN-Kurse in der Gemeinde an. Gefördert von der Angrüner Stiftung.
„Wir freuen uns, wenn viele Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde sich als psychische Ersthelfer:innen ausbilden lassen, damit Bad Abbach noch mehr zu einem Ort wird, an dem Menschen gut aufeinander achten.“
Dr. Benedikt Grünewald
Erster Bürgermeister der Gemeinde Bad Abbach
„Es ist uns ein Anliegen, Projekte zu fördern, die den Zusammenhalt in Bad Abbach stärken. Mit HSN unterstützen wir ein Programm, das Bildung, Prävention und gesellschaftliche Verantwortung sinnvoll verbindet.“
Dr. Marcus Spies
Vorstandsmitglied der Adolf und Erna Angrüner Stiftung
„Es kommt bei seelischer Ersthilfe vor allem darauf an, den akuten Leidensdruck zu reduzieren, indem man den Betroffenen das Gefühl gibt, gesehen zu werden und nicht allein zu sein.“
Prof. Dr. med. Berthold Langguth
Chefarzt für Psychiatrie und Psychotherapie, medbo Bezirksklinikum Regensburg
Die ganze Geschichte aus Bad Abbach lesen

Finanzierung & Partner

Kommunale HSN-Initiativen werden in der Regel von lokalen Stiftungen, Fördervereinen oder kommunalen Gesundheitsbudgets getragen. Das Modell ist bewusst so aufgebaut, dass die laufenden Kosten nach der Anfangsinvestition minimal sind:

770 €
Anleiter:innen-Ausbildung
Grundpreis pro Person (2,5 Tage). Danach können Anleitende eigenständig bis zu 20 Kurse pro Jahr geben.
50 €
Lernplattform pro Kurs
Zugang zum digitalen Kursmaterial für die Teilnehmenden – der einzige laufende Kostenpunkt.
250 €
Supervision pro Jahr
Begleitung und Qualitätssicherung für die Anleitenden (Pflicht für Zertifikatserhalt).

Förderpartner, die den Weg ebnen

Bad Abbach

Adolf und Erna Angrüner Stiftung – finanziert Auftakt, Anleiter:innen-Ausbildung und kostenlose Ersthelfer:innen-Kurse für die gesamte Gemeinde.

Nürnberg & Erlangen

Bürgerstiftungen – ermöglichen kostenlose Ersthelfer:innen-Kurse für die Bevölkerung.

Fürth

Manfred Roth Stiftung – fördert ein großangelegtes Kursprogramm für psychische Erste Hilfe.

HSN wächst – bayernweit

Bad Abbach bildet den Auftakt einer bayernweiten Initiative zur kommunalen Verankerung psychischer Erster Hilfe. Weitere Standorte befinden sich in Vorbereitung:

● Gestartet
Bad Abbach
Erste kommunale HSN-Initiative Bayerns
Zur Seite
○ In Vorbereitung
Nürnberg
Kostenlose Ersthelfer:innen-Kurse dank Bürgerstiftung
○ In Vorbereitung
Erlangen
Kostenlose Ersthelfer:innen-Kurse dank Bürgerstiftung
○ In Vorbereitung
Fürth
Großangelegtes Kursprogramm, gefördert von der Manfred Roth Stiftung

Was kostet HSN in Ihrer Kommune?

Planen Sie durch: Wie viele Menschen möchten Sie schulen – und was wäre der günstigste Weg? Der Rechner zeigt Ihnen beide Optionen im Vergleich.

Bringen Sie HSN in Ihre Kommune

Sie sind Bürgermeister:in, in der kommunalen Gesundheitsförderung tätig, arbeiten bei einer Stiftung oder engagieren sich für Prävention vor Ort? Wir begleiten Sie gerne bei der Planung und Umsetzung.

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Oder schreiben Sie uns direkt: info@hsn-kurse.de

Isabelle Rausch – Ansprechpartnerin für kommunale Initiativen
Isabelle Rausch Fortbildungsreferentin HSN info@hsn-kurse.de