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Wenn aus Beinen Pudding und aus Bammel Panik wird

Isabelle April 14, 2026
Ein bisschen Nervosität vor einer Prüfung, das kennen wir alle. Selbst, wenn man sich super vorbereitet hat und eigentlich sehr zuversichtlich ist, kann einen die besondere Situation schon einmal ziemlich unter Druck setzen. In der Regel hilft es dann, tief durchzuatmen und darauf zu vertrauen, dass man der Sache gewachsen ist.

Es kann aber vorkommen, dass Menschen in solchen oder anderen herausfordernden Situationen weit mehr als ein wenig Nervosität verspüren. In dem Gespräch wird deutlich, dass es sich wohl um eine richtige Panikattacke im Rahmen einer Angst- bzw. Panikstörung handelt. Das ist eine psychische Erkrankung, die deutlich über Nervosität bei einer Prüfungssituation hinausgeht. Oft können Betroffene selbst auch gar keine richtige Auslösesituation benennen. Panikattacken fühlen sich daher häufig so an, als würden sie „aus heiterem Himmel“ kommen -das macht sie für Außenstehende manchmal schwer nachvollziehbar.

Nina möchte ihm gerne helfen, steht aber ziemlich verunsichert daneben und weiß gar nicht, was sie sagen soll. Wie würdest du an ihrer Stelle reagieren?

Natürlich kann Nina weiterhelfen und auf gar keinen Fall sollte sie Paul in dieser Lage einfach stehen lassen! Bestimmt erinnerst du dich noch an die drei Bausteine der Handlungskette für Notsituationen, die du in der Schulung kennengelernt hast: Hinschauen – Sprechen – Netzwerken .

Was das konkret in dieser Situation bedeuten kann und was sonst noch zu bedenken ist, besprechen Marina und Sandra im nächsten Video:

Nina spürt, dass Paul emotional sehr aufgewühlt ist. Sie versucht die Situation zu erfassen, sollte dabei aber unbedingt auch auf sich achten: also für einen Moment selbst durchatmen und zur Ruhe kommen. Nur so kann sie Paul helfen, ihn beruhigen und Sicherheit geben:

  • Die Person ernst nehmen und eigene Gefühlsbeobachtungen ansprechen: “Oh Mann, das macht dir gerade wirklich Angst, kann das sein?”
  • Nachfragen, in Kontakt bleiben: “Möchtest du mir davon erzählen?”
  • Hilfe anbieten: „Gibt es etwas, was dir jetzt helfen könnte?“
  • sich gemeinsam auf einen ruhigen Atemrhythmus mit tiefem und langem Ausatmen konzentrieren (bzw. im Fall einer Hyperventilation: in eine Plastiktüte atmen, damit sich der Sauerstoffhaushalt regulieren kann)
  • langfristig: gemeinsam eine Unterstützungsstelle oder eine Selbsthilfegruppe aufsuchen