„Irgendwie geht gerade wenig…“
Auch in dieser Situation dient die dreiteilige Handlungskette als Richtlinie. Kannst du die verschiedenen Dinge, die Christian tun und sagen kann, den entsprechenden Bausteinen zuordnen?
Sandra und Marina erläutern das noch einmal genauer:
Typische Symptome einer Depression
- gedrückte/ niedergeschlagene/ traurige Stimmung
- oder auch: „Gefühl der Gefühllosigkeit“, innere Leere
- Freudlosigkeit
- kein Antrieb mehr/ bleierne Müdigkeit
- geringes Selbstwertgefühl/ vermehrte Selbstkritik
- Konzentrationsprobleme, starkes Grübeln
- Schuldgefühle
- Zukunftsangst
- Schlafstörungen oder stark erhöhtes Schlafbedürfnis
- Appetitlosigkeit
- tiefe Verzweiflung bis hin zu Gedanken an den Tod/ Suizidgedanken (siehe nächste Lektion)

Nimmst du bei Deinem Gegenüber Anzeichen einer Depression wahr, ist es wichtig, ihm oder ihr zu signalisieren: “Du bist mir wichtig und ich bin gerne für dich da”. Denn mit einer Depression geht häufig das Gefühl von Wertlosigkeit einher, sodass Betroffene Unterstützung zunächst oft ablehnen. Da sollte man dann trotzdem unbedingt dranbleiben und das Angebot eines Gespräches auch zu einem späteren Zeitpunkt offen halten. Emotionale Zuwendung und Nähe lassen sich auch in der Körpersprache ausdrücken, etwa durch Blickkontakt.
Und auch hier gilt, wie schon im Fall der Angststörung: Sucht gemeinsam nach Hilfsangeboten!

