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„Irgendwie geht gerade wenig…“

Isabelle April 14, 2026
“Irgendwie fühle ich mich nicht so gut”, sagt Jonas. Naja, kommt vor. Er geht jedenfalls nicht zum Training an diesem Nachmittag. Als Christian ihn am nächsten Tag wiedertrifft, ist daraus aber schon ein ganz schön generelles “Irgendwie geht gerade wenig” geworden und Jonas wirkt so niedergeschlagen, dass Christian beginnt, sich Sorgen zu machen. Ganz offensichtlich ist mit Jonas etwas nicht in Ordnung. Sozialer Rückzug, Antriebslosigkeit, … – ist er etwa depressiv? Christian möchte helfen, weiß aber nicht so recht, was er tun kann.

Auch in dieser Situation dient die dreiteilige Handlungskette als Richtlinie. Kannst du die verschiedenen Dinge, die Christian tun und sagen kann, den entsprechenden Bausteinen zuordnen?

Sandra und Marina erläutern das noch einmal genauer:

Typische Symptome einer Depression

  • gedrückte/ niedergeschlagene/ traurige Stimmung
  • oder auch: „Gefühl der Gefühllosigkeit“, innere Leere
  • Freudlosigkeit
  • kein Antrieb mehr/ bleierne Müdigkeit
  • geringes Selbstwertgefühl/ vermehrte Selbstkritik
  • Konzentrationsprobleme, starkes Grübeln
  • Schuldgefühle
  • Zukunftsangst
  • Schlafstörungen oder stark erhöhtes Schlafbedürfnis
  • Appetitlosigkeit
  • tiefe Verzweiflung bis hin zu Gedanken an den Tod/ Suizidgedanken (siehe nächste Lektion)

Nimmst du bei Deinem Gegenüber Anzeichen einer Depression wahr, ist es wichtig, ihm oder ihr zu signalisieren: “Du bist mir wichtig und ich bin gerne für dich da”. Denn mit einer Depression geht häufig das Gefühl von Wertlosigkeit einher, sodass Betroffene Unterstützung zunächst oft ablehnen. Da sollte man dann trotzdem unbedingt dranbleiben und das Angebot eines Gespräches auch zu einem späteren Zeitpunkt offen halten. Emotionale Zuwendung und Nähe lassen sich auch in der Körpersprache ausdrücken, etwa durch Blickkontakt.

Und auch hier gilt, wie schon im Fall der Angststörung: Sucht gemeinsam nach Hilfsangeboten!